Aktuelles

Wir sind fassungslos, dass ein einziger Mensch in die Lage gekommen ist, Millionen von Menschen mit dem Tod zu drohen und damit aktuell in der Ukraine schon einmal angefangen hat. Ob sich daraus etwas lernen lässt, ob es sich irgendwie zum Guten wenden kann, bleibt zu hoffen, steht uns aber nicht zur Verfügung. Was bleibt ist den Opfern zu helfen, das Leid und die Not zu lindern, für ihre Rechte einzutreten. Wir unterstützen deshalb alle humanitären Hilfen für die Ukraine und vor allem auch für alle Flüchtlinge, nicht nur aus der Ukraine, die unter Gewaltherrschaft, Krieg und Verfolgung leiden. Wer etwas dafür tun will, dass Kriege und Gewalt nicht Überhand nehmen, muss allerdings den langen Weg (falls ihn noch gibt) zivilgesellschaftlicher Entwicklung gehen und stärken. Das Verbot aller Atomwaffen erscheint aktuell utopisch und wäre doch der Weg gewesen, der uns nicht an den Punkt geführt hätte, an dem wir jetzt stehen. Allerdings sehen wir auch jetzt keinen anderen Weg als weiterhin durch geduldige Arbeit an einer freien und gerechten Gesellschaft mitzuwirken. Wir unterstützen Flüchtlinge und stehen an der Seite der Opfer.

#StandWithUkraine – Informationen des IQ Netzwerks RLP und Inprocedere 2.0

Informationen und Hinweise zu Fragen der Einreise, des Aufenthalts für Geflüchtete aus der Ukraine sowie Unterstützungsmöglichkeiten – deutschlandweit / bezogen auf Rheinland-Pfalz*

Einreise nach Deutschland

Für deutsche Staatsangehörige, die in der Ukraine leben: Mitarbeitende der deutschen Botschaften sind in den Grenzregionen Polen, Rumänien, Ungarn, der Slowakei und der Republik Moldau zur Unterstützung deutscher Staatsangehöriger vor Ort.

Für ukrainische Staatsangehörige oder Drittstaatsangehörige mit Wohnsitz in der  Ukraine:

Welche Möglichkeiten zur Einreise gibt es?

Die Situation stellt sich derzeit als sehr undurchsichtig dar. Vor allem privat und durch Hilfsorganisationen organisierte Ausreisen stehen derzeit im Fokus. Die Deutsche Bahn bietet kostenlose Fahrkarten für ukrainische Staatsangehörige an:

Aufenthalt und Sozialleistungen

  • Ukrainische Staatsbürger können für einen Kurzaufenthalt von 90 Tagen ohne Visum in die Europäische Union und den Schengenraum einreisen.
  • In den ersten drei Monat besteht kein Anspruch auf Sozialleistungen des SGB II oder SGB XII, es besteht aber Anspruch auf „Überbrückungsleistungen“ nach 23 Abs. 3 Satz 3 SGB XII.
  • Nach drei Monaten Aufenthalt besteht Anspruch auf reguläre Leistungen der Existenzsicherung.
  • Weitere Möglichkeit: Beantragung von subsidiärem Schutz. Dieser muss individuell beantragt und geprüft werden, Antragserstellung erfolgt bei der Landeserstaufnahmeeinrichtung NRW in Bochum.
  • Aufenthaltstitel aus humanitären Gründen; eine Bundesregelung wird hierfür in Kürze erwartet.
  • Personen, die in der Ukraine als anerkannte Geflüchtete gelebt haben, können ebenfalls visumsfrei nach Deutschland einreisen, wenn sie einen Reisepass für anerkannte Geflüchtete haben.

Je nach Bundesland kann es unterschiedliche Regelungen geben. Im Moment befinden sich Bund und Länder in der Abstimmung.
Zum Aufenthaltsrecht und Sozialleistungen für Geflüchtete: Tacheles e.V. Erwerbslosen- und Sozialhilfeverein
GGUA Flüchtlingshilfe: Aufenthaltsrecht und Sozialrecht für Menschen aus der Ukraine sowie eine Übersicht zu sozialrechtlichen Zugängen
Informationen zu Einreise und Aufenthalt in mehreren Sprachen, auch ukrainisch, bietet Handbook Germany

Die IQ Fachstelle Einwanderung hat die wichtigsten Fragen zum Aufenthalt, Visum und einer möglichen Beschäftigung in Deutschland zusammengefasst: FAQ Aufenthaltsrechtliche Fragen für Menschen aus der Ukraine in DeutschlandУкраїнська / Русский / English

Informationen für Menschen, die sich engagieren wollen, hat der Campact Blog zusammengestellt. 

Informationen & Angebote für Geflüchtete aus der Ukraine in Rheinland-Pfalz sowie Helfende

Wie wird die Aufnahme in RLP organisiert?

Geflüchtete Ukrainerinnen und Ukrainer, die keine dauerhafte private Unterbringung finden, können sich vordringlich an die Aufnahmeeinrichtungen für Asylbegehrende in Trier oder Speyer wenden und dort einen Asylantrag stellen.
https://add.rlp.de/de/ueber-uns/kontakt-und-anfahrt/aufnahmeeinrichtungen-fuer-asylbegehrende/

  • Adressen von Beratungsstellen in RLP, die helfen bei Fragen zum Aufenthalt etc., finden Sie unter https://fluechtlingsrat-rlp.de/maprlp
    Beratung zu Aufenthalts- und Sozialrecht für Geflüchtete aus der Ukraine bietet u.a. für Mainz und den Landkreis Mainz-Bingen: 
    ÖFO – Ökumenische Flüchtlingshilfe Oberstadt e.V., Sergey Sabelnikov 015730616192, s.sabelnikov@oefo.org Website: www.oefo.org
  • Migrationsfachdienste beraten und unterstützen Eingewanderte und Geflüchtete bei Fragen und Problemen des täglichen Lebens. Migrationsdienste RLP

Wohnungsangebote
Kommunen und Land in RLP organisieren derzeit Unterstützungsmöglichkeiten. 
Vor allem Unterbringungsmöglichkeiten sind derzeit gefragt. Interessierte haben verschiedene Möglichkeit, sich zu engagieren.
Freier Wohnraum kann an die jeweilige Kreisverwaltung oder die Stadtverwaltung einer kreisfreien Stadt gemeldet werden.
Weitere Möglichkeiten & Kontaktadressen, um privaten Wohnraum zu melden:

Mainzfluechtlingskoordination@stadt.mainz.de
Bad Kreuznachukrainehilfe@bad-kreuznach.de
Bingen: sebastian.hamann@bingen.de
Worms: Telefonhotline zur Flüchtlingshilfe (0 62 41) 8 53 – 18 81 und ukraine@worms.de
Koblenzhttps://www.koblenz.de/aktuelles/hilfen-ukraine/
K
aiserslauternhttps://www.kaiserslautern.de/buerger_rathaus_politik/medienportal/064364/index.html.de
Zweibrückensozialamt@zweibruecken.de
Ludwigshafenhttps://www.ludwigshafen.de/buergernah/asylsuchende/fluechtlinge-aus-der-ukraine/hilfsangebote
TrierStadt Trier und Ehrenamtsagentur Trier 

Elinor-Network: Deutschlandweite Unterkunftsbörse für Geflüchtete aus der Ukraine: Unterkunft Ukraine (unterkunft-ukraine.de)

Spendenmöglichkeiten

Dolmetscher*innen und Sprachmittler*innen
Berufsverband der Sprachlehrenden: 
https://www.bvib.de/ukraine-dafz-ticker
Verein der Kultur- und Sprachmitter, Mainz 
Das Online-Magazin Medwatch organisiert bundesweit Dolmetscher*innen für medizinische Informationen. 

Spezielle Hilfsangebote für Geflüchtete mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen
Hierfür steht u.a. die rheinland-pfälzische Organisation „LAG Selbsthilfe“ als Anlaufstelle zur Verfügung: Tel: 06131-6245300 www.selbsthilfehilft.org

*Hinweis: Alle Informationen wurden nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt werden – eine Gewähr gibt es aber trotzdem nicht.

Videoreihe „… einfach erklärt“

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben sich in allen Lebensbereichen gezeigt. Auch die Beratungsarbeit wurde durch die Pandemie vor große Herausforderungen gestellt.  Aus diesen Gründen ist die Videoreihe „…einfach erklärt“ entstanden. Ziel ist es, die Teilnehmer*innen auch in Zeiten der Pandemie bestmöglich zu unterstützen und ihre digitalen Kompetenzen mit Hilfe kurzer Erklärclips zu stärken. Die Videos widmen sich daher verschiedenen digitalen Themen, die leicht und verständlich erklärt werden. 

Hier gelangen Sie zu den Clips!

IvAF-Schulungspräsentation aktualisiert

Nachdem seit August 2019 zahlreiche Gesetzesänderungen im Rahmen des sogenannten „Migrationspakets“ in Kraft getreten sind, stellen wir nun eine komplett überarbeitete und aktualisierte Schulungspräsentation bereit.

Erstmals wurde die IvAF-Schulungspräsentation in einer Arbeitsgruppe entwickelt, an der Expert*innen des IvAF-Netzwerks aus dem gesamten Bundesgebiet beteiligt waren.

Mit der IvAF-Schulungspräsentation informieren wir Mitarbeiter*innen der Agenturen für Arbeit und Jobcenter sowie Fachverbände, Beratungsstellen, Unternehmen, Kammern, Lehrkräfte, Sozialarbeitende und andere interessierte Akteure über die rechtlichen Rahmenbedingungen der Teilhabe von Geflüchteten am Arbeitsmarkt sowie über die Wege und Möglichkeiten des Bleiberechts.

Wir haben Ihr Interesse geweckt? Kontaktieren Sie uns gerne für mehr Details!

E-Mail: inprocedere(at)ism-mainz.de

Ausländerbeschäftigungsförderungsgesetz in Kraft – Ausbildungs- und Beschäftigungsförderung für Geflüchtete

Seit dem 01.08.2019, ist das sog. „Ausländerbeschäftigungsförderungsgesetz“ in Kraft. Dieses Gesetz tritt als erstes von allen Gesetzesänderungen, die mit dem sog. Migrationspaket beschlossen wurden, in Kraft.

Das Gesetz regelt den Zugang von Ausländer_innen zu Leistungen der Ausbildungs- und Beschäftigungsförderung sowie zu den Integrationskursen und zu Kursen der berufsbezogenen Deutschsprachförderung (DeuFöV-Kurse) neu.

Damit können jetzt grundsätzlich alle Ausländer_innen unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit und ihrem Aufenthaltsstatus alle Leistungen der Bundesagentur für Arbeit erhalten, sofern kein Arbeitsverbot besteht und das SGB III nicht bei der jeweiligen Leistung für einzelne Migrant_innen-Gruppen weitere Voraussetzungen formuliert oder Ausschlüsse vorsieht.

Eine Übersicht über die Gesetzesänderungen durch das „Migrationspaket“ haben Doritt Komitowski, Johannes Remy für die Fachstelle IQ Einwanderung erstellt.

Factsheet des BMAS: Zugang Ausbildungsförderung und Ausbildungsvorbereitung

Factsheet des BMAS: Verbesserungen für Gestattete und Geduldete durch das „Migrationspaket“

Ausführliche Erläuterungen mit Prüfschema zu den Leistungen der Ausbildungs- und Beschäftigungsförderung befinden sich zudem auf der Seite von „Berlin hilft“.

Zugang zu Integrationskursen und berufsbezogener Deutschsprachförerung:
Ausführliche Erläuterungen mit Prüfschema zum Zugang zu Integrationskursen und Kursen der berufsbezogenen Deutschsprachförderung befinden sich ebenfalls auf der Seite von „Berlin hilft“.

Schaubild © „Berlin hilft“

Unser Artikel im ESF- Sondernewsletter zum Thema Flüchtlinge/Migration

Eine Teilnehmerin des Projektes

Treppenstufen in eine erfolfgreiche Zukunft in Deutschland                  Hier gelangen Sie zum vollständigen Artikel.

Stand: Oktober 2018

Integrationsministerin Anne Spiegel im   Dialog mit Prof. Dr. Aladin El-Mafaalan

„Zumutungen der Migrationsgesellschaft – Chancen für Demokratie“: Dazu sprachen in Mainz die rheinland-pfälzische Integrationsministerin Anne Spiegel und der Münsteraner Politikwissenschaftler Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani. Spiegels Appell: „Unser Ziel ist die gleichberechtigte Teilhabe für geflüchtete Menschen an allen Lebensbereichen. Sie müssen in Entwicklungen und Entscheidungen, die sie betreffen, einbezogen werden. Dies wird nicht von heute auf morgen geschehen. Integration ist ein Prozess, der uns lange beschäftigen wird.“ Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani stellte fest: „Nicht Einwanderung ist das Problem, sondern die Integration, denn sie führt zu Konflikten, weil Privilegien neu ausgehandelt werden.“ Doch Konflikte seien in Einwanderungsgesellschaften wichtig, weil sie zeigten, dass vorher schon viel Positives passiert ist und weil sie zum Wandel und der dynamischen Entwicklung einer Gesellschaft beitragen. Zur Veranstaltung eingeladen hatten die drei Projekte IQ Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz, IQ Fachstelle Migrantenökonomie, Inprocedere – Bleiberecht durch Arbeit 2.0., die alle vom Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz e.V. (ism) koordiniert werden. Bericht zur Veranstaltung

 

Fotoausstellung

Fotoausstellung „BITTE ÖFFNEN. Kisten des Könnens von Flüchtlingen“ ist weiterhin auf Wanderschaft!

Die Ausstellung zeigt Flüchtlinge und Bleibeberechtigte aus Rheinland-Pfalz mit ihren Qualifikationen, Wünschen und Hoffnungen. Die Botschaft dieser Ausstellung lautet: Jeder Flüchtling hat aufgrund seiner Lebensgeschichte eine Kiste an wertvollen Fähigkeiten mitgebracht.

Institutionen, die interessiert sind die Ausstellung zu leihen, können sich gerne per E-Mail oder Anruf an uns wenden inprocedere(at)ism-mainz.de


Kurzfilm auf DVD

 

Der Kurzfilm

Heimat – Zweimal

Flüchtlinge aus Rheinland-Pfalz zeigen, was sie können und wollen

von InProcedere und IQ Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz ist nun auch als DVD erhältlich! Das Booklet zur DVD enthält darüber hinaus Anregungen, wie der Film im Unterricht oder Seminaren genutzt werden kann.

Dieser Kurzfilm entstand 2013 im Rahmen eines Workshops mit Flüchtlingen und Bleibeberechtigten aus Rheinland-Pfalz, die bereit waren Ihre Berufsbiographie und ihr Ankommen in Deutschland zu zeigen und zu berichten. Unter Anleitung erarbeiteten die Teilnehmenden das Konzept des Films und drehten viele Szenen eigenhändig. Schirmherrin des Projekts ist Integrationsministerin Irene Alt.

Nach wie vor auch zu sehen auf www.heimat-zweimal.de


 

 

Bleiberecht durch Arbeit 2.0