Hripsime

 

 

 

 

 

Hripsime, ihr Mann und ihre zwei Kinder stammen aus Armenien. Die vierköpfige Familie ist nach Deutschland geflüchtet, weil Hripsimes Mann in Armenien länger als sieben Jahre persönlich bedroht wurde und die Familie nicht mehr in ständiger Angst leben wollte. In Deutschland erhofft sich Hripsime ein besseres Leben für sich und ihre Familie. Die ersten Wochen in Deutschland waren für sie jedoch sehr schwer, denn im Gegensatz zu ihrem Mann, der in Armenien als Deutschlehrer gearbeitet hat, konnte Hripsime kein Deutsch und sich deswegen auch nicht ohne Hilfe verständigen. Schwer für Hripsime war auch, dass sie in Deutschland niemanden kannte und sie und ihr Mann aufgrund einer Duldung zunächst nicht arbeiten gehen konnten. Sie ist nun sehr froh, dass der gestellte Härtefallantrag positiv entschieden wurde und die vierköpfige Familie ein weiteres Jahr in Deutschland bleiben kann.

Mit Hilfe der Kreisverwaltung in Germersheim, einem Partner von InProcedere, hat Hiripsime einen Ausbildungsplatz in der Altenpflege gefunden. Die Ausbildung konnte sie durch die schöne Wendung einer Schwangerschaft aber nicht antreten. Für die Unterstützung und Begleitung während der Arbeitssuche ist Hripsime dem Projekt InProcedere jedoch sehr dankbar:

„Meine Ansprechpartnerin hat sich viel Mühe gegeben diese Ausbildungsstelle für mich zu finden. Wir haben alles zusammen gemacht. Sie ist mit mir dorthin gegangen. Wir sind dort zusammen hingegangen. Wir haben dort mit der Chefin gesprochen, also mit den Dokumenten und allem. Mit Bürokratie kenne ich mich nicht aus, sie hat alles für mich gemacht und ich bin ihr so dankbar, weil ich das alleine nicht kann, aber jetzt bin ich tatsächlich schwanger und kann das nicht machen. Aber ich finde das Projekt so gut, weil viele Leute durch das Projekt in Deutschland bleiben können. Die können etwas machen, eine Ausbildung oder lernen ihre Zukunft in Deutschland aufzubauen. Das ist ein gutes Projekt. Ich bin sehr froh, dass ich drin war.“

An Deutschland gefällt Hripsime am besten, dass hier „jeder Mensch ein Mensch ist“ und auch so behandelt wird. In Armenien sei dies anders, weil dort ohne Kontakte und Geld wenig möglich wäre.

Für die Zukunft wünscht sich Hripsime vor allem Sicherheit für ihre Familie und einen guten Job, der ihr Spaß macht. Ihr ist es sehr wichtig, wieder in den Arbeitsmarkt einzusteigen, deshalb würde sie gerne auf Minijob-Basis bis zur Geburt ihres Babys in einer Bäckerei arbeiten. In ihrem Heimatland hat Hripsime als Erzieherin gearbeitet. Nach der Babypause würde sie am liebsten ihre ursprüngliche Profession in Deutschland ausüben.

 

Bleiberecht durch Arbeit 2.0